Doch wie fing der regelrechte Kult um diese Veranstaltung an?
Der erste trialJam fand probeweise statt, war mehr oder weniger eine Idee der ortsansässigen Trialer in und um Köln. Besucher von außerhalb standen dem Projekt eines Indoor-Jams noch skeptisch gegenüber, was sich in den Folgejahren aber rasch ändern sollte. Stets vom Team der AbenteuerHallenKALK und der hiesigen Trialer mit Liebe zum Detail organisiert und realisiert entstanden zahllose Parcours und Aufbauten, von Mal zu Mal galt es sich in Kreativität und Unterhaltung zu steigern. Mit sichtbarem Erfolg: Mundzugmundpropaganda sowie zahlreiche Erfahrungsberichte, Fotos und Videos in diversen Foren trugen ihren Teil dazu bei, dass immer mehr Trialer auch über die Stadt- und Bundeslandgrenze hinaus Geschmack an dem bisher in Deutschland einzigartigen Ereignis fanden, sodass stets eine bunte Teilnehmerrunde zu verzeichnen war: Fahrgemeinschaften bildeten sich, Urlaub wurde genommen und Angehörige “eingepackt”. Das Schneeballprinzip zeigt sich hier in einem Musterbeispiel, welches so schnell auch nicht zum Stillstand zu kommen scheint.
Doch hinter der so locker und entspannt wirkenden Veranstaltung steckt auch jedes Jahr ein riesiger Arbeits- und Materialaufwand seitens der Helfer, welche unentgeltlich bis tief in die Nacht aus Leidenschaft zum Jam tatkräftig anpacken, sodass die Aufbauarbeiten mit Eintreffen der ersten Besucher beendet sind. Doch welcher Aufwand wird genau betrieben? Die beheizte Kletterhalle der AbenteuerHallenKALK verwandelt sich jedes Jahr in einen einzigen großen Trialpark, welcher unterschiedlichste Materialien und Gegenstände beinhaltet. So finden sich hier ebenso aufeinander gestellte Fahrzeugkarossen wie Holzpalettenstapel, riesige Kabeltrommel und Schwebebalken. Alles fein säuberlich und kreativ verbunden um allen Fahrern, unabhängig von ihrem Können, etwas bieten zu können. Ein besonderer Dank geht hier an das Kölner Entsorgungsunternehmen RWR, welches großzügiger weise jeden einzelnen trialJam mit einem großen Container ausgestattet hat, der immer wieder gerne in neuen Kombinationen befahren wurde und auch weiterhin gerne gesehen wird. Auf diese Weise reicht die Teilnehmerspanne stets von Anfänger bis Elite, was für die meisten Besucher eine motivierende Wirkung hat. Für das leibliche Wohl kann zum kleinen Preis im hauseigenen Café/Bistro gegessen werden und/oder sich mit anderen Trialern jeglicher Herkunft unterhalten und ausgetauscht werden. Eine Kinoecke mit Beamer zeigt aktuelle oder gewünschte Trialvideos und lädt so zum Entspannen bzw. Pausieren ein, ebenso wie die Übernachtungsmöglichkeiten im Obergeschoss. Auch an Hygieneeinrichtungen in gehobener Qualität wie Duschen, Umkleiden und Toiletten fehlt es nicht.
Alles in allem erfreut sich der Kölner Frühlings trialJam immer größerer Beliebtheit, da die recht dünn gesäten Anhänger des Trialsports lange Zeit auf eine feste und vor allem wetterunabhängige Veranstaltung warten mussten. Nun gibt es diese Möglichkeit des Zusammenkommens, Freundschaften werden geschlossen, der Sport gefördert und einfach ein sportliches Wochenende gemeinsam verbracht.
FREEDOM OF MOVEMENT
trialJam – Germany
Freedom of movement and a positive attitude, form the spirit of this event, stay rad – Phil
